Vom Kellerkind zum Multikulti-Musterschüler: Zwischen türkischen Mini-Supermärkten haben sich junge Kreative eingenistet, und ein durchgestyltes Wohnviertel schafft spannende Kontraste zwischen Alt und Neu
TRADITION UND MODERNE: DAS WESTEND IM WANDEL
Das Westend, einst ein Kellerkind unter den Münchner Vierteln, erlebte in den letzten Jahren unter Mitwirkung vieler kreativer Köpfe einen immensen Aufwind. Die Neugestaltung des Geländes rund um die Alte Messe brachte dem Westend mit dem Wohnturm des Münchner Architekturprofessors Otto Steidle nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch eine Aufwertung der Wohnlage und den Zuzug vieler internationaler Firmen. Gelungen ist auch der Umbau der denkmalgeschützten Messehallen, in denen das Deutsche Museum nun wuchtige Exponate wie die legendäre blauweiße Münchner Tram ausstellt. Weiteres Highlight im "neuen Westend" ist die Grüne Lunge des Messeparks mit schönem alten Baumbestand.
Bleibt zu hoffen, dass die Mieten nicht alsbald in astronomische Höhen schießen, denn einer der Gründe, warum Modedesigner wie Judith Nemetz oder das Atelier Fummel+Kram sowie viele kleine Galerien hier ihre Heimat gefunden haben, sind die günstigen Preise.Mit den jungen Kreativen kamen auch neue Cafés, Bars und Kneipen: Kilombo-Wirt Christian Blau fand nach acht Jahren in Haidhausen sofort Anschluss im Westend. Mini-Kneipen wie das Feuchtwanger, das sich in der Westendstraße hinter der Augustiner Brauerei duckt, warten immer wieder mit ungewöhnlichen DJ-Abenden auf.
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