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Auto Design (NEU)

Autos und Design - Kompaktform und Streamline


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Der von Gordon Buerig entworfene Cord, hier der Prototyp des 814er Modells (Archiv)

Streamline Design – die erste Mode

Entscheidend für die Entwicklung des Automobildesigns wurde das Konzept der Stromlinie, die in den USA als Streamline Design nicht nur bei Autos, sondern auch bei häuslichen Gebrauchsgegenständen Anwendung fand. Das Streamline Design ist der Beginn des Industrial Designs in allen Bereichen der Güterproduktion, basierend auf den Einsichten, die das Marketing als ebenfalls neue Disziplin für die Warenproduktion gewonnen hatte. Produkte über die Form zu verkaufen, war in den USA das Erfolgsrezept, während es in Europa von vielen Vertretern einer funktionalen Gestaltungstheorie misstrauisch betrachtet und als »Styling« abqualifiziert wurde.

Design als Verkaufsargument

Dem Vorbild Amerikas folgend, erkannten immer mehr Unternehmen die Bedeutung der Karosserieform für die Vermarktung der Autos und beschäftigten zunehmend freie Designer.
Nach dem Giganten GM und der von Harley Earl aufgebauten »Art and Colour Section« gingen auch andere Hersteller den Weg des Designs als Verkaufsargument. Gordon Buehrig arbeitete schon als junger Mann verantwortlich für die Marken Auburn, Duesenberg, Stutz und Cord. Der Cord 810 (1935/36), entworfen von Buehrig, gilt als Meilenstein der Designgeschichte und beeinflusste das Design von GM-Modellen bis hin zum Opel Kapitän aus dem Jahr 1938.

Der Versuchswagen »Ley T6«, 1922 von Paul Jaray nach aerodynamischen Gesetzmäßigkeiten entworfen (shorey.net)

Streamline und Stromlinie

Gleichzeitig entwickelten in Europa eine Reihe von Ingenieuren die Erforschung der Stromlinie bzw. die Aerodynamik als Forschungszweig weiter und kleideten nach ihren Erkenntnissen auch Autos ein. Allerdings machten sie das weniger unter einem Designaspekt, sondern sie sahen die Stromlinie als funktionale Form zur Einsparung von Energie. Schon Anfang der 1920er Jahre hatten Eduard Rumpler und Paul Jaray Versuchswagen aerodynamisch effizient verkleidet, die aber nie in Serie gingen, sieht man vom Rumpler Tropfenwagen ab, von dem etwa 100 Stück gebaut wurden. Die Stromlinie hatte aber auch Nachteile: lang gezogene Karosserien, unübersichtlich und oft ein wenig unbeholfen.

Carsablanca In Kooperation mit Carsablanca, der Website für Oldtimer und Youngtimer


 
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